Die Siebenbürger Heidelbären ließen sich durch Hitze nicht einbremsen. Unser Wanderführer Horst hatte auch ein gutes Händchen für erquickende Liegepausen im Schatten (Stichwort Soldatenfriedhof!), kühles Quellwasser und Bäche zum Kneippen. Überhaupt hatte er ein Gespür für die Fastenwanderer, und seine anfängliche Unsicherheit - "Darf ich reden oder schweigen wir?" - "Darf ich neben euch essen?" - verflog rasch. So wie umgekehrt unsere Angst vor Bären verflog, nachdem uns erklärt wurde, welche Situationen gefährlich sind und wie man sie vermeidet.
Die Pferdefuhrwerke, Büffel, Schafe, Ziegen, Enten, Hühner, die Jahrhunderte alten Bäume, Bauerngärten, die Kirchenburgen und vor allem die Begegnungen mit offenherzigen und engagierten Menschen am Weg haben uns verzaubert.
Die Information, dass hundert Kinder die Dorfschule von Malmkrog besuchen, erfreut uns, ebenso wie die Bekanntschaft mit den Töchtern des Schafbauerns, die als ausgebildetet Pädagoginnen an der Schule und im Kindergarten unterrichten.
Da diese Reise so außergewöhnlich ist, werde ich in einem gesonderten Blogbeitrag darüber weitere Details berichten: über die wehrhaften Weber in Kronstadt, die Überstrapazierung des Dracula-Merchandisings, die Geschichte von Siebenbürgen und wie sie mit Oberösterreich verbunden ist, die Rolle des Prinz Charles und der Mihai Eminescu Stiftung, warum die Birthälmer Orgel auf der Pariser Weltausstellung zu sehen war, wie es sein kann dass ein evangelischer Landler orthodoxer Kirchenmaler wurde, warum in den siebenbürger Kirchen orientalische Teppiche hängen und warum sich in Salzburg nahe Hermannstadt Menschen mit pechschwarzem faulig riechendem Schlamm einschmieren..... Das und noch mehr gibt es bald als Blog zu lesen. Wenn du es nicht versäumen willst, abonniere meinen Newsletter.
Danke liebe Siebenbürger Heidelbären: Alexandra, Claudia, Barbara P., Barbara W., Burkhart, Franz und Patrizia - für eure Reiselust und Pioniergeist und eure Freude am Fasten, Schweigen, Schwitzen und Genießen im wunderbaren Transsilvanien!