Lektüre zum Einstieg

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Am 1. März 2020 erschien ein 6-seitiges Interview über mein Fastentrekking in der Krone Bunt. Wenn man es liest, kann man sich eine Fastentrekkingwoche mit mir gut vorstellen :)

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Allgemeines

Was bedeutet es, “nach Buchinger” zu fasten?


Das bedeutet, dass man während der Fastenwoche auf feste Nahrung verzichtet. Man nimmt Tees, Wasser und abends eine Fastensuppenbrühe zu sich. Das hat beim Wandern einen überaus praktischen Effekt: man braucht sich um die Jause nicht zu kümmern. Am Nachmittag gibt es als Highlight des Tages einen Schluck Gemüse-Obst-Saft. Falls es jemand benötigt, gibt es einen Löffel Honig, um Unterzuckerung zu vermeiden.




Wieso macht man so etwas?


Teilnehmer sprechen davon, dass sie jeden Tag stärker und gelassener werden. Am Ende der Woche fühlen sie sich “wie neugeboren” und “bärenstark”. Da die Muskulatur ständig beansprucht wird, werden während des Fastens keine Muskeln abgebaut. Es ist eine rasche und völlig natürliche Methode, um die eigenen Kräfte zu mobilisieren. Man kommt mit einem anderen Körpergefühl und mit frischem Geist aus der Woche heraus.




Seit wann gibt es Fastenwandern?


Fastenwandern wurde vor über 30 Jahren vom Theologen und Pazifisten Christoph Michl zunächst in Deutschland etabliert. Mittlerweile gibt es geschätzte 1000 Fastenwanderangebote von mehr als 200 Anbietern pro Jahr in 20 Ländern. Man kann jede Woche aus 20-30 Veranstaltungen auswählen und mit einer Fastenwanderwoche irgendwo auf der Welt - ob an der Ostsee, im Allgäu, in Teneriffa oder Indien - losstarten.




Gibt es auch in Österreich Anbieter?


Es werden mehr, aber es sind im Vergleich zu Deutschland wenige Fastenwanderangebote am Markt: In Deutschland sind aktuell auf der Fastenwanderzentrale 700 Angebote zu finden, in Österreich 21, in Slowenien 1. Es gibt zwar viele Angebote bspw. von österreichischen Fastenhotels, die Wandern und andere Bewegungseinheiten als optionales Zusatzangebot anbieten. Aber Angebote im engeren Sinn, die das Wandern ins Zentrum stellen, gibt es noch nicht so viele. Wir werden in den kommenden Jahren sicher einen Anstieg erleben, da sowohl Fasten als auch Wandern im allgemeinen Trend liegen.




Wie kann man ohne Essen auf einen Berg raufkommen?


Regel Nummer 1 ist: langsam gehen! Es geht darum, im “Fettverbrennungsmodus” zu bleiben, und nicht in den “Zuckerverbrennungsmodus” zu gelangen, damit es zu keiner Unterzuckerung kommt. Wenn man den Pulsschlag im Hals spürt, ist man zu schnell. Im gemächlichen Fastenschritt kann man auch sieben, acht oder neun Stunden am Tag gehen, ohne Probleme.




Wie sieht ein typischer Tagesablauf beim Fastentrekking aus?


07:00 Morgentee: Vielerlei Fastentees inklusive Bittertee usw, Zitronen
08:00 Aufbruch. Langsames Gehen im Fastenschritt, häufige Trinkpausen.
12:00-14:00 Ausgedehnte Mittagspause
14:00 Stärkung (1/8L Gemüse/Obstsaft, alternativ Grapefruit, selten Buttermilch, Beeren am Weg) Honiglöffel jederzeit bei Bedarf
16:00/17:00 Ankunft im Quartier
18:00 Bewegungseinheit (bspw. Yoga, etwa 3 Mal während der Woche)
19:00 Fastensuppe
20:00 Tagesfeedback




Was ist Fastentrekking?


Fastentrekking bedeutet Fastenwandern von Hütte zu Hütte. Das heisst, man schläft jeden Tag an einem anderen Ort und hat das gesamte Gepäck am Rücken. Es ist jedesmal sehr beeindruckend, wenn man am letzten Tag auf die Strecke zurückblickt: “Das sind wir alles gegangen ohne zu essen?”




Was unterscheidet Fastentrekking vom Fastenwandern?


Fastentrekking kan man als eine Spezialform des Fastenwanderns verstehen. Unter Fastenwandern versteht man ganz allgemein eine Wanderwoche, während der man fastet. Üblicherweise spricht man dann vom Fastenwandern, wenn mindestens 4 Stunden oder 10 Kilometer täglich gewandert werden, und das Wandern und Naturerlebnis ganz im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Meist wird nach der Methode von Otto Buchinger gefastet, es gibt aber auch andere Varianten mit Rohkostfasten, Traubenfasten, Basenfasten oder Intervallfasten. Als spürbarste Unterschiede zwischen dem Fastenwandern und dem Fastentrekking sind zu nennen: Beim Fastentrekking hat man das gesamte Gepäck am Rücken, ist man 7-8 Stunden unterwegs, kann man keinen Ruhetag einlegen, muss man als Gruppe zusammenbleiben, schläft man meist in Mehrbettzimmern oder Matratzenlagern und kann nicht jeden Tag mit einer Dusche rechnen. Fastentrekking hat Expeditionscharakter.





Fastentrekking